Sonnensegler.de

AND HER DANCING AND HER LAUGHING.

Berlin 2009 – über re:publizieren und re:kapitulierenApril 11th, 2009

Eine Woche nach der re:publica lasse nun auch ich die Dinge mal Revue passieren. Berlin war ja schon irgendwie Urlaub für mich, den ganzen Tag am MacBook sitzen, Leute treffen, feiern, gut essen und shoppen – joa, wie Urlaub.

Mein Fazit zur diesjährigen (und damit meiner ersten) re:publica: Recht ordentlich. Kann sich sehen lassen.

Aber setzen wir doch mal Tag 2 vom letzten Blogeintrag fort:

Der Donnerstag beginnt für uns um 12.30 Uhr, wo Rishab Ayer Gosh einen ausgezeichneten Vortrag über “Collaborative Creativity” hält, also hauptsächlich über das Prinzip des Open Source. Untermalen tut er seine Thesen mit wunderbar einfachen Schaubildern. Zwei Menschen, die Kartoffeln anbauen bzw. fischen tauschen ihre Ware untereinander aus. So haben Kartoffelbauer und Fischer im Endeffekt Kartoffeln und Fisch. Einfach aber klar.

Nach diesem Vortrag erinnere ich mich an ein schönes Theme, das sowohl Open Source als auch käuflich erwerbbar ist. Nun wird mir klar, warum es von Vorteil sein kann, das verbesserte Theme zu kaufen: weil der Designer dieses Themes mit dem Geld Mittel bzw sich selbst finanzieren kann um mehr Themes zu produzieren, weil er von seiner Arbeit leben kann. Ich werde darüber nachdenken ob ich das Theme tatsächlich kaufe statt das kostenlose selbst mit viel Aufwand zu verbessern.

Derweil wird die Nachricht verkündet, dass der Fehler beim W-Lan ein softwareseitiger ist und bereits mit Hochdruck an der Lösung gearbeitet wird. Zum Glück finden die meisten anderen Panels an diesem Tag in der Kalkscheune statt, wo der W-Lan-Empfang zumindest seitens meines MacBooks sehr gut ist. Sowieso hat die Kalkscheune den großen Persönlichkeits-Bonus, es ist hell, gemütlich bis familiär, die Vorträge sind direkter, da das Publikum näher sitzt.

Nach einer kurzen Mittagspause in der Espresso Ambulanz (W-Lan!!) kehren wir zu “Internet und Ethik – in was für eine digitalen Gesellschaft wollen wir leben?” zurück. Peter Glaser, ein bekannter Kolumnist aus Österreich, den ich bisher noch nicht wahrgenommen hatte, weist eindrucksvoll auf die Probleme des Wandels hin und wie man damit umgehen könnte und sollte. Der Vortrag wird parallel in Gebärdensprache übersetzt und an die Wand werden Schaubilder projeziert, die auf egoistisches Verhalten im Alltag hinweisen und somit auch auf das Verhalten in der digitalen Welt übertragbar sind.
(edit: entschuldigt bitte, Herr Glaser heißt natürlich Peter, hab’s geändert)

Von dem darauf folgenden Panel “Digitale Identität – was Facebook&Co mit französischer Philosophie verbindet” hatten wir uns mehr versprochen. Christiane Link, die den Anfang macht und über ihr Blog Behindertenparkplatz.de berichtete, redet frei und weist auf die Wichtigkeit der Barrierefreiheit sowohl im Alltag als auch im Web hin – für mich ein lehrreicher Vortrag, da ich mich schon länger gefragt habe, wie behinderte Menschen das Web wahrnehmen und ob man selbst als nicht behinderter Web-Designer irgendwie in diese Welt eintauchen kann. Read the rest of this entry »

imagepostApril 11th, 2009 imagetime19:34 | 1 comment - Leave yours »
« Previous Entries Next Entries »