Sonnensegler.de

AND HER DANCING AND HER LAUGHING.

Was mich hält.February 5th, 2010

foggymorning

In einer vergangenen Zeit, nebelumwoben, hing mein Herz zwischen den Feldern, und die Wintersonne verbreitete unfühlbare Wärme, die meine Finger taute und den Blättern ein mattes Schimmern verlieh.

Die Tage zogen Traurigkeit mit sich, doch ich ließ sie nicht an mich, schützte mich mit wollenen Decken und etwas Cognac, den ich aus einer Tasse trank zwischen dem Umblättern der Seiten meines Buches.

Manchmal verlor ich die Hoffnung auf Frühling. Ich zählte die Tage. Lief umher.

Irgendwann kamst du und packtest mich, und sahst mich an, deine Pupillen hatten schwarze Umrandungen, dein Blick war wütend, später schweifte er ab, in eine Ferne hinter meinem Rücken, für mich völlig unsichtbar.

Und dann ließ ich los. Packte meine Sachen, brach auf, lief einige Meilen. Immer mit nur einem Ziel vor Augen. Ich war mir sicher.

Aber Sicherheit ist etwas Vorübergehendes, Sicherheit ist nichts was man in eine Kiste packt und sie aufbewahrt, neben den Familienfotos. Sicherheit muss man sich erarbeiten, hart darum kämpfen, immer bereit, auf der Hut.

Nur ein Gedanke ließ Ruhe in mich kehren, die Hoffnung auf eine Erkenntnis, auf die Umkehr und die Richtung, die einen Weg zu mir finden würde.

Im Frühling erwachte ich aus meinen Träumen, und du saßt an meinem Bett und blättertest durch ein Buch. Volles Sonnenlicht warf Schatten, die Gardinen Falten, der Fernseher summte leise im Hinterzimmer. Mein Gesicht fühlte sich heiß an. Ich schluckte. Ich schaute in dein Gesicht, es sah sehr nachdenklich aus, dann wiederum zufrieden, am Ende des Kapitels. Ich hätte Stunden auf dein Gesicht sehen können. Seine Züge trugen etwas Beruhigendes in sich. Etwas, das mich schlafen lassen würde.

Ich habe keine Erinnerung an das was wirklich geschah, dichter Nebel über allen Ereignissen und keinerlei Interesse, ihn zu lichten. Die Tage sind lang und wir spazieren in den Abend, lauschen dem Wind in den Buchen, schh-h-h, schh-h-h. Manchmal stehe ich einfach nur da und lächle.

Es ist dass man in die Ferne gehen muss, damit einen die Nähe bei der Rückkehr warm umarmt. Und das ist eine Wahrheit, die ich immer glauben werde.

imagepostFebruary 5th, 2010 imagetime23:36

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