Sonnensegler.de

AND HER DANCING AND HER LAUGHING.

Titel sagen doch eh nichts über den Inhalt eines Posts aus.June 5th, 2007

Okay, heute mal was ordentliches. Mir selbst als Fan literarischer Poesie gehen die hingeklatschten Abkürzungen und hingeworfenen Glossen auf den Keks – irgendwann.

Was ich erstaunlich finde, und das muss einfach in diesen Post, ist, mit was man alles Cocktailsauce essen kann. Ich glaube ich bin Kombinationskünstler, ein Sudoku’ler käme nicht an mich ran. (wobei ich mich solchem Möchtegern-Gehirntraining eh auf hundert Meter nicht nähern würde). Eigentlich wollte ich ein Bild meines Kühlschrankinnenlebens posten. Aber das ist literarisch unwürdig. Ich kann das doch beschreiben und brauche kaum Worte:

“Wir fanden das künstlerische Objekt in einem malträtierten Zustand vor. Sämtliche Funktionen schienen defekt zu sein und nähere Betrachtung verhinderte eine rinnende kühle Flüssigkeit, die wir als Tauwasser ausmachen konnten. Zum Zeitpunkt der Besichtigung wurden Gegenstände entwendet, was uns in Anbetracht des optischen Eindruckes wie ein schlechter Scherz erschien. Alle Anwesenden bezeugten, von nichts gewusst zu haben. Wir fanden weiterhin eine minimale Ausnutzung des gestellten Raums vor, die uns die einzige Anwesende mit dem Begriff “Knete” zu rechtfertigen versuchte. Wir sahen uns leider außerstande, eine mustergültige Beurteilung vorzunehmen und bitten um einen neuen Besichtigungstermin.”

Soviel dazu. Kein Grund, in studentische Untiefen einzutauchen.

Wenn jetzt Weihnachten wäre, was es leider nicht ist, läge das neue Laith Al-Deen-Album auf meinem Gabentisch. Doch auch dieser existiert nur in meinen Gehirnwindungen. Mhm, schade.

Wenn ich sage dass Kiel grau ist spreche ich von nichts Neuem. Diese Stadt muss ein elendes Dasein in ihrem Klischee fristen, hab ich das Gefühl. Und dabei dachte ich, das sei wirklich ein Klischee…

Wie dem auch sei, für gute Neuigkeiten reicht es noch nicht. Heute bin ich in der Bib beinahe über meinem Chemiebuch eingenickt. Ein kläglicher Versuch, meine nichtaufnahmefähigen Stunden zu umgehen. Trial and error, ich konnte noch nie ohne. Merke: Das Sprichwort “Nach dem Essen sollst du ruhn…” hat eine sinngemäße Herkunft. Jemand der es erlebt hat hat es dann nämlich gesagt. Der wusste also wovon er spricht. Genau deswegen werde ich Meeresbiologe und kein Humanmediziner: Die Professoren hätten ihr liebes Leid mit mir, weil ich nicht einmal tausenfach abgesicherten Studien vertrauen würde. Pity. Oder einfach nur eine weise Entscheidung. Erinnerung an den Kopf: Was an mir verlorengeht kommt woanders doppelt raus. Hoffe ich zumindest. Für mein zweites Leben bleibt zumindest noch eine Idee. Naja, oder viele hundert Ideen. Die, für die es in diesem nicht umzusetzen gereicht hat. Und jetzt höre ich auf mit Zahlenwerten um mich zu schmeißen.

Heute hatte ich wieder eine leise Assoziation was das Leben betrifft. Wer es nicht mitbekommen hat (*scherz*): Ich bin auf der Suche nach dem Sinn und der richtigen Ausnutzung der Lebenszeit. Was mir von Anfang an klar war bestätigt sich Tag für Tag von Neuem: Das Leben kann definitiv nicht zum Rumsitzen gedacht sein. Für heute lautet meine Definition: Das Leben sollte aus einer Aneinanderreihung von Glücksmomenten bestehen. Nicht, weil wir damit gut wegkommen. Auch nicht, weil uns dann keine Zeit bleibt depressiv zu werden. Sondern einfach, weil es funktionieren würde. Wir wollen das nur verdrängen weil wir a)an so viel Glück nicht glauben oder b)leicht depressiv werden. Aber wer hat’s probiert??Wer? Vermutlich jemand der es nicht nötig hat davon zu berichten, weil sonst die ganze Weltordnung aus den Fugen brechen würde. Um dem Ganzen einen realistischeren Touch zu geben: Das Leben sollte aus einer Aneinanderreihung von Versuchen, Glücksmomente zu erleben, bestehen. Denn selbst wenn man dann scheitert, dann weiß man, dass das der Teil des Lebens der anderen Schuld war, die dieser Definition nicht folgen. Mit völliger Unschuld und einem Grinsen durchs Leben – ja, genau, das stell ich mir vor. Und zwar unbekifft und mit nur ganz wenig Alkohol *g*

In Wirklichkeit, also jetzt mal ganz in Wirklichkeit leide ich fürchterlich. Ich dachte ich wäre so stark. Aber dann war da diese Schokotorte…ohne Scheiß, ich bin hammermäßig diszipliniert, jeder Ernährungsberater könnte stolz auf mich sein. Ich laufe sogar Bogen um die Pizza-Tiefkühltruhen, weil ich dieses Dreck-Fast-Food nicht mehr sehen geschweige denn hinunterwürgen kann. Und dann sowas! Scheitere minimal an der Schokolade. Aber ich hatte ja gewarnt. Was das für Auswirkungen hat sehe ich in genau 12 Wochen. Aber an sich bin ich ja der bessere Mediziner: ich lebe in und mit meinem Körper.

Ach verdammt, was mich depressiv macht ist nicht das Leben sondern der Verzicht auf Schokolade. Also verzichte ich garnicht erst. Achja, depressiv ist übrigens gelogen. Hab’s weggeschickt mit dem Schweinehund. Meine Güte, ich sollte so stolz auf mich sein *kopfschüttel* Ersetzen wir also direkt mal das Wort depressiv durch fertig aka runterziehend.
So, wenn also nach all dem Schlamassel noch so viel ungenutztes Leben da ist, wo bleiben dann die vielen Glücksmomente? Ich hoffe sie kommen. Ich werde dafür sorgen. Irgendwie. Noch kein Plan. (zum Glück)

Eigentlich wollte ich garnichts posten die nächste Zeit. Aber man, ja, ich geb’s ja zu, ich bin ein Aufmerksamkeit erhaschendes, nicht zu völliger Zurückgezogenheit fähiges, schokoladenfressendes Wesen vom Planeten Gamma Pi. Jetzt wisst ihr die Wahrheit. Wisst, mit wem ihr es die ganze Zeit zu tun hattet. Denkt bloß nicht ich nehme euch mit in meine Welt. Die gehört immer mir, nur mir 🙂

Au revoir, mes enfants!!

Anm.: war das ordentlich??find grad mal nich.egal.das chaos ist mein liebster freund auf erden.

Anm2:: Schlecker möchte, dass ich Zahnpastatuben bei schlecker.com bestelle und doppelte Webmiles einkassiere. HALLOOO?? Für die Versandkosten kann ich mir zehn Tuben teure Kloppenburg-Zahnpasta kaufen! Pff. Spinner.

imagepostJune 5th, 2007 imagetime22:11

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